Enkel

Die ersten Monate des Jahres 2015 waren geprägt vom Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren.

Die Autorin Sabine Bode hat in den letzten Jahren durch die Bücher „Kriegskinder“ und „Kriegsenkel“ viel dazu beigetragen, dass eine neue Sicht auf diese Generationen erfolgen konnte. Welche Quellen liegen hinter ihren Werten und Lebensvorstellungen und in welchen Mustern bewegen sie sich vor dem Hintergrund der unmittelbaren oder familiär vermittelten Kriegserfahrungen in Deutschland?

Die angefangene Debatte berührt viele Tabus. Eines davon ist, wie sich die Prägungen in Leitbildern von Organisationen wiederfinden, wo gerade diese Personengruppen nun an wichtigen Schaltstellen sitzen.

Hier wäre gerade ein Reflexionsprozess in der Katholischen Kirche interessant, wo nun unverheiratete, männliche „Kriegsenkel“ in Führungspositionen kommen. Welche Rolle spielt ihre Vergangenheit für ihre Gottesbilder, hohen Ideale und  Lebensentwürfe? Was bedeutet das in einer Organisation, die als solche selbst eine Kriegsvergangenheit hat und wo „Kriegskinder“ und „Kriegsenkel“ die überwiegende Zahl der Mitglieder stellen?

Es wäre zu wünschen, dass katholische Akademien, Bildungswerke und die Fortbildner der Führungskräfte sich dieser Thematik stärker annehmen würden.

Literaturtipp:

Sabine Bode, Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation, Stuttgart 2009

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