Namenlos ertrunken

Angesichts der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer hat die Redaktion der niederländischen Tageszeitung „Limburgs dagblad“ sich am 23. April zu einer mutigen Titelgeschichte entschieden. Zwei Bilder werden miteinander ins Gespräch gebracht. Das eine zeigt ein namenloses Sinti-Mädchen auf dem Transport nach Auschwitz, das andere ein unbekanntes Flüchtlingskind das tot im Mittelmeer treibt. Nach Jahren intensiver Recherche konnte das Sinti-Mädchen identifiziert werden. Es hat einen Namen bekommen. Settela Steinbach aus Buchten bei Born. Von vielen im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingskindern werden wir die Namen nie erfahren.

Historische Vergleiche sind heikel, insbesondere wenn sie auf die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie anspielen. Dessen sind sich die Redakteure bewusst und sie verteidigen in der Ausgabe vom 24. April entschieden ihre Entscheidung. Mutig, dass sie uns europäischen Bürgern wie Politikern auf diese Weise die quälende Frage stellen: Wie vermeiden wir es, dass nach siebzig Jahren unsere Enkel sich fragen, warum wir eine der größten Katastrophen unserer Zeit auf „unserem Meer“ nicht zu verhindern wussten?

http://bit.ly/1OPkLF2

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Ein Gedanke zu “Namenlos ertrunken

  1. solange wir europäer die ursachen für den immer grösseren flüchtlingsansturm (eine neue völkerwanderung) nicht bekämpfen wollen, müssen wir kurzfristig die flüchtlinge organisiert und kontrolliert mit fähren in nordafrika abholen. die millionen flüchtlinge “überrennen” uns so oder so, solange ein europäisches rind 2,50 euro täglich als beihilfe erhält, aber die meisten afrikaner nur über ein tägliches einkommen von gerade mal 2,- euro verfügen können. die so subventionierten dumpingpreise ruinieren die landwirte in den entwicklungsländern. noch viel schlimmer wird es nach den freihandelsabkommen mit den usa (ttip) und kanada (ceta). diese bieten den menschenverachtenden, für den zustand unserer umwelt verantwortlichen und mächtigsten konzernen die möglichkeit, staaten zu verklagen, wenn unterschiedliche standards und gesetze investitionen gefährden. die demokratie wird somit unterwandert.

    das eu-parlament … ist sich nur einig wenn es um bankenrettung und eu-subventionen für die mächtigsten konzerne zu entscheiden gilt.
    https://campogeno.wordpress.com/2015/04/24/ich-konnte-kotzen/

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