Graben

Im Vorfeld der Familiensynode im Oktober 2015 hat die Katholische Kirche eine zweite Befragungsaktion ihrer Gläubigen gestartet. Manch einer wird sagen, dass der Fragebogen schon besser ist als bei der ersten Befragung. Ganz zu schweigen davon, dass das Anliegen, die Einstellungen der Kirche zu Ehe und Familie einer Überprüfung zu unterziehen, höchst lobenswert ist.

Allerdings, die Fragen sind kaum zu verstehen und dies ist nicht nur ein sprachliches Problem. Beispielhaft sei hier Frage 29 zitiert:

„Wie stellt die Katechese im Zusammenhang mit der christlichen Initiation die Offenheit für die Berufung und Sendung der Familie dar? Welche Schritte werden als besonders dringlich erachtet? Wie kann der Zusammenhang zwischen Taufe – Eucharistie und Ehe dargestellt werden? In welcher Weise kann der katechumenale und mystagogische Charakter hervorgehoben werden, den die Wege der Ehevorbereitung oft haben müssen? Wie kann die Gemeinschaft in diese Vorbereitung einbezogen werden?“

Perspektive und Bezugsrahmen zeigen wie groß der Graben zwischen dem Alltag der Gläubigen und der kirchlichen Lehre geworden ist. Daran dürfte auch die Familiensynode 2015 kaum etwas ändern. Zu groß sind die Versäumnisse der Vergangenheit.

http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2015/2015-Bischofssynode-Auszug-Fragebogen-aus-Lineamenta.pdf

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